Pogona vitticeps - Fakten

 

Diese Reptilien sind in der Terraristik sehr beliebt, weil sie relativ anpassungsfähig sind und oft recht zahm werden.

Pogona vitticeps werden in der Regel zwischen 50 und 55cm lang.

Ihr natürlicher Lebensraum sind die Buschsteppen und der lichte Savannenwald Zentralaustraliens.

Ihren Namen bekamen sie aufgrund der bartartigen Schuppen am Kopf und an der Kehle, welche zum Drohen aufgestellt werden können.

Die Tiere sind tagaktiv, leben auf dem Boden, klettern auf Stubben und Steinen in kleineren Gruppen.

Für 1 adultes Männchen und 2 Weibchen empfiehlt sich ein Terrarium der Größe 150x60x70, welches Präsentierplätze, Versteck- und Klettermöglichkeiten bieten muß. Es sollte dem natürlichen Lebensraum angepaßt dekoriert sein, das heißt, der Bodengrund kann sandig sein, Steine oder Steinimitate(sind leichter!), Äste oder Wurzeln dienen der Gestaltung.

Die Temperaturen im Terrarium sollten tagsüber generell zwischen 28 und 31°C liegen. An den Sonnenplätzen können sie auch mal 40°C erreichen. Auch Schattenplätze sollten vorhanden sein! Nachts sollte die Temperatur auf 18 bis 23°C sinken. Diese Werte sollten unbedingt eingehalten werden und nicht deutlich überschritten werden.

Von November bis Januar kann eine Winterruhe bei gesunden Tieren gehalten werden, das macht die Tiere widerstandsfähiger und fördert den Sexualtrieb. Wer also auf erfolgreiche Nachzucht wert legt, sollte die Tiere während dieser Zeit etwas unter Zimmertemperatur halten, ohne Licht und gelegentliches Wärmen.

Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollte zwischen 50 und 70% liegen.

Pogona vitticeps ernähren sich in der Jugend von ca. 80% tierischer und 20% pflanzlicher Kost. Bei adulten Tieren können diese Werte genau umgekehrt sein. Gefressen wird eigentlich alles: Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Wachsmaden, grüner Salat, Rotkohl, Gurke, Tomate, Banane, Mango, Äpfel...... Bartagamen sind nicht sehr anspruchsvoll. Oft bevorzugen sie allerdings grüne oder rote Nahrungsmittel.

Obst & Gemüse für Bartagamen

Löwenzahn

Adulte Zwergbartagamen fressen häufiger Pflanzenfutter als die Jungtiere. Dazu zählen Tomaten, Salat (kein einfacher Kopfsalat - Nitritanteil zu hoch), Löwenzahn, Gurken, Bananen, Trauben, Äpfel, Birnen usw.

Man sollte jedoch nicht zuviel Obst verabreichen (zu hoher Zucker- und Säureanteil), sondern mehr Kräuter (auch Unkräuter).
Besonders gerne mögen meine Bartis Löwenzahn.

Auf keinen Fall sollte man Zitrusfrüchte verfüttern!
Hier ist der Säureanteil zu hoch.

 

Gemüse & Grünfutter

Basilikum / Blätter
Chicoree / komplett
Fenchel / geschnitten
Karotte / geraspelt
Keimlinge / z.B. Weizen- und Sojakeimlinge
Klee / Blätter und Blüten
Kürbis / Kürbisblüten- und stücke
Lauch / das Grüne in Streifen geschnitten
Löwenzahn / Blätter und Blüten
Paprika / Schoten in dünne Streifen geschnitten
Petersilie, glatte / Blätter
Salate, außer Kopfsalat / komplett
Sellerie / fein geraspelt
Spinat / komplett
Spitzwegerich / Blätter
Tomaten / in Stücke geschnitten ohne Stengelansatz
Vogelmiere / komplett
Zucchini / gehackt oder grob geraspelt

 

Obst & Früchte

Apfel / geraspelt
Aprikose / Stückchen
Birne / Stückchen
Brombeere / komplett
Erdbeere / komplett
Heidelbeere /komplett
Himbeere / komplett
Kirsche / entsteinte Hälften
Kiwi / ohne Schale , scheibchenweise
Mango / ohne Schale , scheibchenweise
Melone / Fruchtfleisch scheibchenweise
Mirabelle / entsteinte Hälften
Nektarine / scheibchenweise
Papaya / Stückchen
Pfirsich / ohne Haut , scheibchenweise
Pflaume / entsteinte Hälften
Stachelbeere / komplett
Weintraube / Hälften mit Kernen

 

Es empfiehlt sich bei der tierischen Kost, sie vor dem Füttern mit einem Vitamin- Mineralkomplex, zum Beispiel Korvimin, einzustauben, um die Zufuhr dieser Stoffe zu gewährleisten. Ein Mangel kann zu Krankheiten wie Rachitis oder Nekrose führen.

Alles in allem kann man sagen, daß diese Tiere sehr viel Spaß in der Haltung machen, weil sie relativ einfach zu realisierende klimatische Bedingungen benötigen und viel Freude durch ihre Agilität und rasch errungene Zutraulichkeit bereiten.

 

 

Geschlechtsbestimmung bei Bartagamen:

 

Um das Geschlecht zu bestimmen, legen wir die Bartagame mit dem Schwanz zu uns auf die linke Hand. Dann biegen wir den Schwanz um ca. 90° vorsichtig nach oben und schauen die Schwanzwurzel (von der Kloake in Richtung Schwanz-Spitze) an.

Männchen

Männchen haben auf der Schwanzwurzel zwei längs verlaufende parallele Erhebungen mit einer deutlichen Vertiefung in der Mitte.

Weibchen

Befindet sich in der Mitte der Schwanzwurzel ein Hügel wie eine trapezförmige Erhebung, so ist sie wahrscheinlich ein Weibchen.