ZUCHT DER ARGENTINISCHEN WALDSCHABE:

Einfach zwei Heimchendosen adulte Schaben kaufen (erkennbar an dem glänzend schwarzen Panzer und Männchen haben Flügel wenn sie ausgewachsen sind) und in einem alten Aquarium oder in einer größeren Plastikbox freilassen, ein Päckchen Haferflocken als Substrat und Grundnahrung und ein paar leere Eierkartons rein und schon geht’s los. Die Tiere vermehren sich auch bei Zimmertemperatur aber dann natürlich entsprechend langsamer. Deshalb ist zu empfehlen eine Heizmatte oder eine andere Wärmequelle anzubringen. Besonders wenn ihr einen großen Bedarf habt. Ich konnte noch keinen Kannibalismus feststellen und von daher geht alles wie von allein. Einmal im Halbjahr reinigen und gut ist.


Ich biete jeden Abend frisches Obst und Gemüse wie z.B. Apfel, Champignons, Paprika, Karotten und ähnliches an. Um den Proteinbedarf zu decken gibt’s einmal die Woche eine kleine Menge Hunde-Trockenfutter. B. Dubia streckt ihre Oothek bei der Paarung heraus und holt sie nach ein paar Stunden wieder zurück in ihre Genitaltasche. Die Eier bleiben da drin bis die kleinen Schaben schlüpfen. Ein adultes Weibchen kann bis etwa 30 Junge "ausbrüten" und unter guten Bedingungen klappt das jeden Monat einmal.

Wenn mal eine entwischen sollte ist das halb so schlimm; unter normalen Zimmerbedingungen wird sie nicht sehr lange überleben mangels Feuchtigkeit. Außerdem sind sie ziemlich träge und können keine glatten Oberflächen hochklettern und sind daher optimal für die Futtertierzucht. Auch der Geruch der Tiere ist minimal. Manche werden sich jetzt sicher denken: Ist der ekelhaft! Ieehh, Schaben! Aber denkt mal nach!


Nichteinmal ein Terrianer ist scharf darauf eine Insektenplage zu haben. Es werden ja bewusst solche Arten genommen, die in normalen Wohnzimmern nix anrichten können.


Und das mit den Krankheiten übertragen mag wohl stimmen aber wenn ich meine eigenen Tiere züchte kann ich mir sicher sein, dass sie auch gesund sind. Woher sollen die auch ne Krankheit haben?

 

 

Heuschrecken

HALTUNG UND ZUCHT:

Für eine erfolgreiche Zucht braucht man ca. 100 adulte Tiere und zwei Gefäße mit den Mindestmaßen von 100x50x50 (LxBxH). Hierfür eignen sich ausgediente Glasterrarien oder auch selbst gebaute Zuchtgefäße. Wichtig ist darauf zu achten, dass großflächige Belüftungsmöglichkeiten vorhanden sind. In jedes Zuchtgefäß muss eine Beleuchtung installiert werden um die richtige Wärme zu erreichen. Außerdem brauchen sie das Licht auch noch für ihre Entwicklung. Eine Spezielle Birne ist nicht nötig. Es genügt ein normaler Spott der aber mindestens 60 Watt haben sollte. Einrichten sollte man das Gefäß mit reichlich Klettermöglichkeiten und einem Wasserschwamm. Auf der Bodenfläche eignen sich Zeitungen, da Heuschrecken verhältnismäßig viel abkoten. Die Grundnahrung aller Heuschrecken sind Gräser und  Keimlinge. Deshalb sollte man parallel zur Futtertierzucht auch Weizenkeimlinge ziehen. Dies ist sicherlich nicht sonderlich schwer deswegen möchte ich auch hierzu keine weiteren Angaben machen. Das Terrarium sollte mindestens 28° haben. Direkt im Spottspektrum soll es mehr sein( bis zu 40°). Auf den Boden stellt man mehrere Ablagegefäße für die Eier. Diese sind mit einer Mischung aus ungedüngter Blumenerde oder Torf und Sand gefüllt und werden immer mäßig feucht gehalten. Achtung: bei zu feuchten oder zu trockenen Legebehältern  sterben die Eier ab.

Alle 5-8 Tage nimmt man die Schalen zur Inkubation heraus. In der Schlüpfphase stellt man die Legeschalen  in das zweite Becken. Hier wird der Boden teilweise mit Weizenschrot bedeckt, das den Jungtieren als Futter dient. Dazu sollte man unbedingt Keimlinge aber auch Gräser oder Blätter geben. Die Tiere häuten sich mehrere male bis sie dann nach 4 – 5 Wochen geschlechtsreif sind und zur Zucht heran gezogen werden können. Wichtig ist auch, dass genügend Reibeflächen für die Häutung vorhanden sind, da sie sich sonst auffressen.

GRÖßE:

bis 8cm

FUTTER:

Weizenkleie, Haferflocken,Weizenkeime, altes Brot, geriebene Karotten, Salat, Blätter aller Art usw.

 

 

Grillen

 HALTUNG UND ZUCHT:

Als Zuchtbehälter verwendet man mehrere Boxen von ca. 40 x 20 x 30 cm Größe. Obwohl die Tiere nicht an glatten Wänden hochlaufen können, ist ein dichschließender Deckel unbedingt erforderlich, da die Grillen flugfähig sind. Die Einrichtung besteht zweckmäßerweise aus mehreren Lagen Eierkartons oder Ähnlichem, ein oder zwei Schalen für Feucht- und Trockenfutter sowie einem Eiablagebehälter. Dieser ist ca. 10 x 10 x 5 cm groß und mit feuchtem Sand oder Blumenerde gefüllt. Um das Graben der adulten Tiere zu verhindern, sollte man ihn mit einem Deckel mit zahlreichen Löchern mit ca. 0,5 cm Durchmesser versehen. Als Bodensubstrat kann man Sägespäne oder Heimtierstreu verwenden. Eine Glühbirne heizt den Behäter tasüber auf 25 bis 30 °C auf.

Mit dieser Einrichtung legt jedes Weibchen ca. 200 bis 300 Eier, aus denen nach 6 bis 8 Wochen die Jungtiere schlüpfen ( dazu stelle man den Ablagebehälter nach einiger Zeit in eine eigene Box ). Diese ernären sich wie die adulten Grillen und sind nach 6 bis 8 Wochen geschlechtsreif.

GRÖßE:

23 - 27 mm

FUTTER:

Hundeflocken, Haferflocken, ungespritzten Salat , Obst, Gemüse, Bierhefe